Grundschule Pommersfelden

 

06.12.2018

Niklaus ist ein guter Mann ...

Der Nikolaus zu Besuch in Sambach

Das Dachgeschoss? Ein Tisch mit Adventskranz? Besuch?

Wer am 6. Dezember zu uns nach Sambach kommen würde, war eigentlich allen klar: Das konnte nur der Nikolaus sein.
Die Sambacher Schülerinnen und Schüler der 1. und 2. Klassen versammelten sich nach der Pause im Dachboden und warteten gespannt. Als der Nikolaus mit seiner Helferin kam, wurden sie mit den ersten beiden Strophen des Liedes „Lasst uns froh und munter sein“ begrüßt. Anschließend nahmen einige Kinder wohl ihren ganzen Mut zusammen und trugen verschiedene Gedichte vor.
Dann war es endlich soweit: Jedes Kind wurde namentlich aufgerufen und durfte sich ein kleines Präsent abholen.
Nachdem alle beschenkt worden waren, verabschiedeten die Sambacher Kinder den Nikolaus mit seiner Begleiterin mit den letzten beiden Strophen des Liedes.

Der Nikolaus im Doppelpack

Verwirrung in Pommersfelden

Der heilige Nikolaus oder doch Knecht Weihnachtslaus?

 

Dieses Jahr hat der Elternbeirat für unsere Schulkinder wieder Buchgeschenke zum Nikolaustag besorgt und sie in beiden Schulhäusern gemeinsam mit einem freundlichen Herrn verteilt, der in alle Klassen beider Schulhäuser kam, um sie im Namen des heiligen Nikolaus den Kindern zu überreichen.
Die Schüler der dritten und vierten Klasse regte dies aus besonderen Umständen zum intensiven Nachdenken über das Nikolausfest an. Und zwar deshalb:

Da der 6. Dezember 2018 ein Donnerstag und damit ein Schultag war, konnte man wie letztes Jahr mit dem Nikolaus rechnen. Tatsächlich erschien er auch, jedoch etwas war anders als erwartet: Er kam im Weihnachtsmannkostüm mit roter Zipfelmütze und einer kleinen Rute in der Hand ins Klassenzimmer. Dort las er aus einer Liste die Namen der Schulkinder vor und überreichte jedem sogleich sein Buchgeschenk, was freudigen Anklang nahm. Sowei so gut!

Schnell wurde noch ein Klassenfoto mit ihm gemacht, da ging er schon hinaus, um die nächste Klasse zu besuchen. Manche Klassen konnten ihn noch überzeugen, kurz zu bleiben, um ein vorbereitetes Adventslied und die Dankesworte von Schülern und Lehrern anzuhören.

Als sie jedoch etwas später zum Fenster hinausblickten, sahen sie etwas Erstaunliches: ein Bischof mit Mitra und Bischofsstab wanderte vom Schulhaus über den Pausenhof zum Kindergarten. Was war passiert? Hatte er sich mittendrin unter wundersamen Umständen in den echten Bischof Nikolaus verwandelt?

Dieses eindrückliche Erlebnis eröffnete hier und dort unmittelbar Gesprächsrunden. Der fruchtbare Impuls hinterließ nachhaltigen Eindruck bei den Schülern und veranlasste eine intensive Auseinandersetzung mit unserem religiösen Brauchtum. Seit der ersten Klassen lernten die Schüler die Legende vom heiligen Nikolaus mit seinen äußeren Merkmalen als Bischof kennen.

Dieses mal erkannten sie ihn nicht sofort, denn er trug Merkmale anderer in der Weihnachtszeit wichtiger Personen, wie des Weihnachtsmannes und Knecht Rupprechts an sich. So entfuhr es einem Schüler - auf der Suche nach der Auflösung dieses Widerspruchs - in spontaner Eingebung: „Vielleicht ist es ja Knecht Weihnachtslaus!“

Nun, um den Hintergrund zu erläutern, sei berichtet, dass sich tatsächlich im Schulflur die Wege des netten Herrn in der Weihnachtsmann-Tracht zufällig mit dem eines Bischofs mit Mitra und Bischofsstab kreuzten - und auch noch mit dem Verursacher dieses Vexierspiels: dem Schulleiter Herrn Pütz.

Dieser musste zu seinem Leidwesen zugeben, dass er den Elternbeirat nicht gefragt hatte, welcher Nikolaus genau kommen würde. Als dann am Morgen ein Anruf kam - der Bischof Nikolaus wollte nur nochmal genau wissen, wann er kommen sollte - sagte er brav die vereinbarten Zeiten durch. Allerdings war das der Nikolaus vom letzten Jahr, der netterweise unaufgefordert seine Dienste anbot, da er sowieso in den Kindergarten gegenüber gehen wollte.

Somit hatte ihn Herr Pütz herzlich eingeladen, nicht ahnend, dass der Elternbeirat die Verteilung der Bücher mit jemand anderen vereinbart hatte.

Also traf man sich im Schulhaus und stellte lachend fest: Nächstes Jahr wird es auf jeden Fall wieder mindestens einen Nikolaus geben!