Grundschule Pommersfelden

 

07.12.2012

Advent, Advent,...

Traditionell trafen sich auch in diesem Jahr vor Weihnachten wieder einmal in der Woche alle Klassen zu einer gemeinsamen Adventsfeier. Alle Feiern begannen mit einem Adventslied und endeten mit „Gatatumba …“. Den Hauptteil dazwischen gestaltete dann abwechselnd immer eine Klassenstufe.

Mit dem Schattenspiel „Der weite Weg nach Bethlehem“ nach einer Erzählung von Annegert Fuchshuber stimmte uns zuerst die Klasse 4a in die Adventszeit ein.

24 Tage vor Weihnachten machte sich eine Schnecke auf den Weg, um rechtzeitig im Stall von Bethlehem anzukommen und die Geburt des Erlösers nicht zu versäumen, die ihr von Propheten vorausgesagt wurde. Unterwegs machte sie Bekanntschaft mit einem Wolf, einem Räuber, einem Raben, einem Esel, einem Lahmen, einem Ochsen und einem Hirten. Alle klagten über ihr Leben. Die Schnecke konnte sie überreden, doch mit nach Bethlehem zu kommen und ihre Bitten selbst dem Erlöser vorzutragen. So trafen sich alle wieder an der Krippe, das Kind lächelte sie an und sie fühlten sich so leicht, als wären alle Sorgen von ihnen genommen.
Die Geschichte wurde in Rollen gelesen und mit gebastelten, beweglichen Figuren hinter der Leinwand nachgespielt. Zur Auflockerung spielte der Hirte, je nach Text und Stimmungslage, traurige oder fröhliche Lieder auf seiner Flöte.

Passend zu dieser Geschichte beendete die Klasse 4b mit einem fränkischen Hirtenlied die erste Feier. Darin wird erzählt, wie der „Michela“ und des „Luisla“ ihren Weg nach Bethlehem und die Begegnung im Stall erlebten: „Etz sen mer su weit gloffn in dera kaltn Zeit,…“

 

Das zweite Treffen fand am 6. Dezember statt und war somit ganz auf Nikolaus ausgerichtet. Wir begrüßten ihn mit einem Lied und schon kam er herein. Aber wo war sein Knecht Rupprecht? „Kurzfristig erkrankt“, hieß es und so musste unser Busfahrer Carsten einspringen und den Sack schleppen. Vom Nikolaus selber erfuhren wir dann einige Geschichten aus seinem Leben, z.B. wie er mit dem „Kornwunder“ die Menschen in Myra  vor der Hungersnot rettete.
Natürlich hatte er auch wieder für jeden ein Geschenk dabei, diesmal ein spannendes Buch. 


Aber auch wir machten dem Nikolaus ein großartiges Geschenk. Er konnte die vielen Päckchen in Empfang nehmen, die unsere Kinder wieder mit ihren Eltern zusammen für bedürftige Kinder in Osteuropa gepackt hatten. (Ausführlicher Bericht dazu unter "Home", "Rumänienspende 12/13")

Mit einem Lied bedankten wir uns und verabschiedeten den Nikolaus, denn die nächste Schule wartete schon auf ihn.

Zur nächsten Feier luden uns die Sambacher Klassen zu einem kleinen, weihnachtlichen Theaterstück in den großen, festlich geschmückten Gemeinschaftsraum unter dem Dach ein. Als Vorlage diente die lustige Geschichte „Hasenbringende Weihnachtszeit“ von Ulrike Piechota, einer deutschen Schriftstellerin und Kirchenmusikerin.

Die kleine Annalena wünschte sich sehnlichst einen Hasen zu Weihnachten, auch wenn die ganze Familie Berger dagegen war.

„ Ein Hase stinkt“, sagte der Vater.
„ Die Arbeit bleibt an mir hängen“, jammerte die Mutter.
„ Ein Hase allein langweilt sich“, meinte Roland, der Bruder.
„ Die Katze frisst den Hasen“, sagte Inka, die Schwester.
„ Wünsch dir besser einen Cassettenrecorder“, schlug die Mutter vor.
„ Oder einen Stoffhasen“, meinte der Vater.
„ Hasen kommen doch zu Ostern“, belehrte sie Roland.
„ Hasen fressen nur, sie sind langweilig“, stellte Inka fest.
„ Ich will aber einen Hasen“, rief Annalena wütend. „ Ich will – ich will“!

Annalena dachte an nichts anderes mehr und so sang sie im Musikunterricht aus Versehen: „Oh du fröhliche, oh du selige hasenbringende Weihnachtszeit“. Und dieser Version bleib sie treu bei allen nachfolgenden Auftritten, wie z.B. bei der Schulfeier, im Altenheim, im Krankenhaus bei Tante Käthe oder in der Kirche.
Eine schöne Bescherung!

Genau die gab es am Heiligen Abend, denn Annalena stand plötzlich nicht nur mit einem Hasen unter dem Weihnachtsbaum, sondern mit einem ganzen Stall voll. Ein Lied zeigte seine Wirkung.

Lange dauerte der Applaus der kleinen Zuhörer und der vielen anwesenden Eltern, denn die Erzähler und Darsteller gaben ihr Bestes und liefen zur Hochform auf.

In der letzten gemeinsamen Feier wurde es noch einmal gefährlich für das Jesuskind, denn drei wilde, schlimme Räuber trieben ihr Unwesen in der Nähe von Bethlehem. Auch der Stall mit der Krippe wurde nicht verschont, wie die 3. und die 4. Strophe des Liedes zeigen:

Einst sahen die drei Räuber noch Licht in einem Stall.
da planten sie gemeinsam sogleich den Überfall.
Sie rissen auf das Stalltor, dass es zur Seite flog.
da standen ein paar Leute um einen Futtertrog.

Es rasselten die Säbel, sie brüllten: „Hände hoch!
Geld oder Leben!“ Und manches Schlimme noch.
Maria sah die Räuber ganz still und freundlich an.
                                                                             Sie zeigte auf die Krippe und winkte sie heran.

Und die Räuber gehen völlig überrascht darauf ein. Sie gehen zur Krippe, schauen das Kind an, beten es an und bitten um Vergebung. Sie ziehen ihre Stiefel aus und tappen leise davon.

So ging auch der Text im Kehrvers in Erfüllung:

„Ein Wunder, ein Wunder, ein Wunder müsst (ist) geschehn.
 Und von den drei Räubern ward keiner mehr gesehn.“


Das Lied „Die Legende von den drei Räubern“ von Rolf Krenzer wurde mit passenden Kostümen und entsprechenden Requisiten hervorragend dargestellt von allen Kindern der Klasse 3a. Das Lied wurde von der 3b, teilweise von beiden Klassen gesungen. Alle Akteure wurden mit herzlichem Applaus belohnt.

Es war ein gelungener Abschluss unserer vier Adventsfeiern, die "Räuber" sind bekehrt, die Geburt Jesu ist gerettet, Weihnachten kann kommen!