Grundschule Pommersfelden

 

30.07.2015

Die Klassen 1a2a1b2b1c besuchen die Sonderausstellung "1000 Jahre Kloster Michaelsberg" im Diözesanmuseum

Klosterkirche, Küchendienst und Kichern – wie lebte ein Mönch im Mittelalter?

Sehr anschaulich wurden die Kinder mit dem Leben der Mönche im Mittelalter vertraut gemacht. Fasziniert beobachteten sie, wie ein eingetretener Mönch rasiert wurde, um seine Tonsur zu erhalten und welche Kleidungsstücke er im Sommer und Winter zur Verfügung hatte.

„Ora et labora et lege“ – „beten, arbeiten und schreiben“ bilden den Dreiklang im Leben eines Benediktinermönches. In drei Teilen war daher auch die Kinderausstellung aufgebaut, in der es viele Mitmachmöglichkeiten gab.

Beeindruckt zeigten sich unsere Schüler vom vorgestellten Tagesablauf, wobei das frühe Aufstehen zum 1. Gebet des Tages (ora) doch eher abschreckend wirkte. Nach zwei Stunden Beten konnten sie aber nachvollziehen, dass es die Mönche dann erst einmal zur Küche zum Frühstück trieb. Mittelalterliche Schneebesen zum Kochen, Reisigbesen wie bei der kleinen Hexe und Gewürzproben, die wir schnuppern und zum Teil erraten konnten, brachten uns die Arbeit (labora) der Mönche näher.

Richtig praktisch wurde es im 3. Teil der Ausstellung. Nachdem wir mehrere alte Bibeln und andere Bücher bestaunt hatten, die in Zeiten ohne Drucker und Kopierer ja alle mit der Hand abgeschrieben werden mussten (lege) und dennoch gerade, fehlerlos und mit mustergültiger Handschrift gefertigt waren, durften wir selbst ans Werk. Jeder bekam eine mittelalterliche Version seines Anfangsbuchstabens und durfte sie nach den gesehenen Vorbildern mit Stiften und echtem Blattgold verzieren. So genau und motiviert wie hier gemalt wurde, haben wir Lehrerinnen vor allem einige der Buben im ganzen Schuljahr noch nicht erlebt!

In einer kurzen Führung durchs Kloster wurde uns unter anderem noch die Entstehung von Orden und Klöstern, die Regeln des Heiligen Benedikt und die Geschichte des Klosters Michaelsberg in Bamberg erklärt. Am interessantesten fanden die Kinder dabei allerdings die Tatsache, dass die Mönche damals die Tinte aus roten Läusen hergestellt haben.

Insgesamt muss man sagen, dass wir selten so einen fazinierenden und kindgerechten Museumsbesuch erleben durften!