Grundschule Pommersfelden

 

21.07.2012

Rede unserer Rektorin, Cordula Atzhorn, zur Turnhalleneinweihung

 

An Tagen wie diesen….

Was macht diesen Tag zu einem besonderen, dass wir uns gleich Unendlichkeit wünschen?

Dieser  Tag fällt im Vergleich zu den andern Tagen auf, weil viele Menschen hier zusammengekommen sind,

Menschen, die nicht unbedingt mit uns oder der Schule zu tun haben (herzlich willkommen).

Menschen, die mit uns feiern wollen, die sich mit uns freuen oder die sogar, wie es die Toten Hosen singen, mit uns tanzen wollen.

Wir, die Schulkinder, haben ja bereits für Sie /für uns getanzt.

Ja, wir haben lange gewartet – leider nicht nur Wochen, nicht nur Monate, nein Jahre !!!

Manche unsere Schulkinder haben Sport nur in den Ausweichhallen erlebt und sie haben es – Gott sei Dank –  ÜBERLEBT.

Wir hatten sogar besondere Namen für unsere Ausweichquartire, aber diese Zeit ist nun vorüber. Nun beginnt die Zeit:Wo jeder mit muss!!!

Nun haben wir hier und jetzt nicht nur mit unserem neuen Schulhaus, sondern auch mit unserer neuen Schulturnhalle einen neuen RHYTHMUS.

Einen Rhythmus, um auch das noch mal mit den Toten Hosen zu sagen:

Ein Rhythmus bei dem jeder mit muss.

Genauso ist es Sport wie ein Rhythmus, der uns ein Leben lang begleitet. Sport kann etwas Besonderes für uns sein oder wie es Gerhardt Uhlenbruck, der Sportmediziner und Aphoristiker so treffend sagt:

„Sport ist uns keine heile Welt, aber eine Welt, die heilen kann.“

Und jeder von ihnen, wenn er je Sport betrieben hat, wird mir Recht geben, welch katharsische Wirkungen ein fester Schlag oder Tritt auf einen Ball haben kann. Alle Nöte und Sorgen werden auf einmal aufgelöst, der Druck lässt nach.

Aber nicht nur diese befreienden Kräfte wirken beim Sport. Sport lehrt einen Ausdauer, Durchhaltevermögen und lässt eine tiefe Zufriedenheit – Freude empfinden, wenn etwas gelingt.

Vor allem, wenn es nach vielen Anläufen gelingt.
Wenn man immer und immer wieder, die eine Bewegung, den einen Schuss, die eine Drehung übt und fast schon aufgeben möchte und dann 

auf einmal stellt sich der Erfolg ein, der Erfolg für sich selber.

Aber auch das Gefühl in einer Mannschaft zu sein, angenommen zu sein, dazuzugehören, wichtig für die anderen zu sein, lässt sich im Sport erleben.

Und was ist schöner als den Erfolg mit vielen, die dazu beigetragen haben zu genießen.

Diese Freude, die wir beim Sport erleben, die wird es sein die uns im Leben weiterführt.

Und sicher werden wir hier in dieser neuen, toll ausgestatteten Halle diese Freude, diesen neuen Rhythmus erfahren.

Hier werden wir den Rhythmus finden, bei dem jeder mit muss.

Denn ohnehin gilt um mit Blaise Pascal zu sprechen:

Le movement fait partire de notre nature. La tranquillité absolue est la mort.”

(Zu unserer Natur gehört die Bewegung. Die vollkommene Ruhe ist der Tod.)

Und das wir nicht tot sind, sondern ausgesprochen lebendig und bewegungsfreudig, davon, hoffe ich konnten Sie sich soeben überzeugen.

Und deswegen möchte ich mich am Ende, obwohl das an dieser Stelle unüblich ist, bei allen Helfern, Geldgebern, Geldorganisatoren, Planern, Durchführen, Versorgern und vor allem Nervenberuhigern bedanken, dass Sie dieses Projekt Schulsporthalle realisiert haben.

Wie schön, dass wir nicht mehr warten müssen, dass unser Tag schon da ist. Uns allen ein schönes Fest.