Grundschule Pommersfelden

 

29.11.2016

4ab besuchen die Kläranlage und das Wasserwerk in Adelsdorf

Da beide Anlagen ca. 1 km auseinanderliegen, brachte der Bus eine Klasse zur Kläranlage, die andere zum Wasserwerk. Nach ungefähr einer Stunde tat uns eine kleine Wanderung ganz gut und wir wechselten die Orte.

In der Kläranlage wurden wir von dem Wassermeister Markus Steger und Ralf Wegel begrüßt, beide führten uns dann durch die Anlage. Natürlich begann unser Weg dort, wo das Abwasser unterirdisch von den angeschlossenen Ortschaften ankommt. Zu sehen gab es da nicht viel, umso mehr aber zum Riechen. Recht eindrucksvoll waren dann aber die 2 Förderschnecken (eine langsame und eine schnelle bei Regen), die das dreckige Wasser nach oben in den Rechenraum befördert.
Im Rechen bleiben die groben Schmutzteile, wie Papier, Eimer, Tennisbälle,… hängen. Von hier fließt das Schmutzwasser ganz langsam in den langen Sandfang wo sich der Sand absetzen kann. Restliche Schmutz- und Fettteile werden hier von einem Schieber in eine Grube geräumt. In der anschließenden Messanlage wird ständig die Wassermenge und die Wasserqualität überprüft.

Von hier sahen wir schon ein riesiges zweigeteiltes, rundes Becken.
Der äußere Ring ist das Belebungsbecken, das Herzstück der Anlage. Hier findet die eigentliche Reinigung statt. Der restliche Schmutz wird von Bakterien aufgefressen. Damit sie sich auch schön vermehren, wird immer Sauerstoff hineingepumpt. Das sprudelte ganz schön. In der folgenden Ruhephase kann sich der Schlamm dann absetzen. Das innere runde Becken ist das Nachklärbecken, in dem das Wasser noch einmal gereinigt wird und von dem es in die Aisch fließt.

Das Wasser ist jetzt meist bis zu 99% sauber. Über beide Becken dreht sich ganz langsam (einmal pro Stunde) der Räumer. Der sieht aus wie eine große fahrbare Brücke und räumt den Schlamm in die Mitte, damit er weggepumpt werden kann.
Auf diesem „Karussell“ durften wir kurze Zeit mitfahren
.

Zum Schluss durften wir das Labor besichtigen und ein Experiment ausprobieren. Wir kippten in ein Glas mit bakterienhaltigem Wasser Polymer hinein. Die Schmutzbrühe flockte aus und setzte sich am Boden ab. Das passiert auch in den Schlammspeichern, die wir zum Schluss besichtigten.

Wir bedanken uns für den interessanten, lehrreichen und eindrucksvollen Rundgang.

Wir hätten nie gedacht, wie kompliziert es ist, das Wasser zu säubern.











Ein Haar würde den halben Bildschirm bedecken!
So "groß" sind die kleinen Schlammfresser! (1000-fache Vergrößerung)

 

Die Arbeit im Wasserwerk erklärte uns der Wassermeister Hans Karges:

Das Wasser, das von sechs Brunnen aus dem Grundwasser geholt wird, wird von Förderpumpen ins Wasserwerk gepumpt. Hier wird das Wasser aufbereitet und der Anteil an Eisen und Mangan auf die genehmigte Menge für Trinkwasser gesenkt. Starke Pumpen befördern das gereinigte Wasser dann in die zwei Hochbehälter. Von hier aus fließt es ohne weitere Pumpen in die Häuser der angeschlossenen Ortschaften.

Was gibt es denn da unten zu sehen?
Da schauen wir mal nach!
Da wird tatsächlich das Wasser aus dem Grundwasser heraufgepumpt!

Im Wasserwerk wird das Wasser gereinigt.


Schmeckt gut!